Die h-Methode
Man nennt dies auch die lokale Änderungsrate von im Punkt P. Auf den Begriff der lokalen Änderungsrate wird im 7. Bsp. und 8. Bsp. weiter unten noch ausführlich eingegangen.
Mit Hilfe des Differenzialquotienten kann die erste Ableitung an der Stelle
berechnet werden. Mit
ist nichts anderes als die Tangentensteigung an der Stelle
gemeint;
entspricht somit unserer alten Bezeichnung m für die Steigung.
Wir halten fest:
Die Tangentensteigung im Kurvenpunkt Die Tangentensteigung an der Stelle
Wenn dieser Grenzwert existiert, sagt man:Die Funktion Es gibt aber auch Funktionen, deren Steigung in vereinzelten Punkten nicht berechnet werden kann. Hat eine Funktion beispielsweise einen Knick, kann an dieser Stelle die Steigung der Funktion, also ihre Ableitung, nicht angegeben werden. Dort ist die Funktion nicht differenzierbar. Mehr dazu findest du im Kapitel Stetigkeit und Differenzierbarkeit. |
Nun wollen wir aber endlich besprechen, wie mit Hilfe des Differenzialquotienten die Tangentensteigung der Funktion
an der Stelle
berechnet werden kann.
Du weißt: bedeutet, dass für x der Wert 1 in die Funktionsgleichung, also in unserem Beispiel in
, eingesetzt werden soll.
Entsprechend bedeutet , dass für x der Ausdruck 1 + h in die Funktionsgleichung, also in unserem Beispiel in
, eingesetzt werden soll.
Daher gilt:
Wir benutzen die erste binomische Formel , um die Klammer zu quadrieren:
Die Zahlen 1 und -1 im Zähler heben sich weg. Das müssen sie auch unbedingt, weil sie kein h enthalten. Es muss nämlich grundsätzlich alles wegfallen, was kein h enthält. (Sonst könnte man nachher nämlich h nicht ausklammern. Vergleiche nächster Schritt!)
Wir klammern im Zähler h aus, das ergibt:
Nun kürzen wir h weg: