Irrationale Zahlen, die Menge der reellen Zahlen und reinquadratische Gleichungen in der Menge ℝ
Bsp.2: Gib die jeweils maximal mögliche Definitionsmenge folgender Terme an! G=ℝ
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Lösung: In Mengenschreibweise:
D=
![]() Oder in Intervallschreibweise: D= |
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Erklärung:
Da der Radikand, also der Ausdruck unter der Wurzel, immer positiv oder gleich Null sein muss, gilt: |
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Lösung: D=
![]() D= |
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Erklärung: ![]() |
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Lösung:
D=
![]() Oder
D= |
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Erklärung:
Achtung: Vergiss nicht, dass die Division durch Null nicht definiert ist! Deshalb darf der Nenner niemals gleich Null sein! Da ![]() |
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Lösung: D=G=ℝ
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Erklärung: Da
![]() ![]() Wegen der geraden Potenz ist Also in Worten: Die Definitionsmenge ist gleich der Grundmenge. Oft ist die Grundmenge allerdings nicht explizit angegeben, dann kann man davon ausgehen, dass G=ℝ gilt. |
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Lösung: D=
![]() Oder in der Intervallschreibweise:
D=
![]() Oder etwas anders ausgedrückt:
D=ℝ∖ |
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Erklärung:
Vorsicht:
![]() ![]() ![]() Leider handelt es sich dabei um eine quadratische Ungleichung, d.h. eine Ungleichung mit Das Thema quadratische Ungleichungen wird in einem anderen Kapitel dieses Programms noch ausführlicher behandelt werden. Deshalb soll im Folgenden nur eine relativ einfache Methode zur Lösung solcher Aufgaben gezeigt werden. Solltest du im Unterricht solche Aufgaben gar nicht behandelt haben, kannst du die Beispiele e), f) und g) auch überspringen, vor allem wenn du eine Realschule besuchst. Nun müsste eigentlich die Wurzel gezogen werden, um nach x aufzulösen. Doch was passiert dann mit dem Ungleichheitszeichen? Da sich diese Frage nicht so leicht beantworten lässt, wollen wir zur Vereinfachung zuerst die quadratische Gleichung Achtung:
![]() ![]() ![]() Nun stellst du dir am besten einen Zahlenstahl vor: Jetzt ist noch die Frage zu beantworten, ob die Zahlen aus dem grünen Bereich, also
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() D= Oder in der Intervallschreibweise:
D= Oder etwas eleganter:
D=ℝ∖ Diese Schreibweise muss du nicht unbedingt selbst verwenden, solltest sie aber zumindest verstehen, da sie von vielen Lehrern bevorzugt benützt wird. Diese Schreibweise wird immer dann gerne verwendet, wenn die Lösungs- oder Definitionsmenge aus zwei getrennten Bereichen besteht, wie in unserem Beispiel. Es ist einfacher anzugeben, dass alle reellen Zahlen ohne den Zahlen von ausgeschlossen -3 bis ausgeschlossen 3 die Definitionsmenge bilden. In einfacheren Worten: Man darf alle Zahlen aus ℝ einsetzen ohne -3, ohne 3 und ohne den Zahlenbereich dazwischen. Oder anders herum gesagt: Die Zahlen, die größer als -3 aber auch kleiner als 3 sind, dürfen nicht eingesetzt werden, weil dann der Radikand negativ werden würde. |
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Lösung: D= Oder in der Intervallschreibweise:
D=
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Erklärung:
Wir haben also wieder eine quadratische Ungleichung zu lösen, wie im Beispiel e).
Da es wesentlich einfacher ist, lösen wir –wie schon im vorherigen Beispiel gezeigt- an Stelle der Ungleichung zuerst die quadratische Gleichung: Wie im Beispiel e) bereits ausführlich erklärt, denken wir uns einen Zahlenstrahl und überprüfen, in welchem Bereich die Zahlen liegen, die die Ungleichung
![]() Setzt man Zahlen aus dem lilafarbenen Bereich in die Ungleichung ein, stellt man fest, dass die Ungleichung erfüllt ist. Zahlen aus den beiden grünen Bereichen führen dagegen zu falschen Aussagen; sie erfüllen die Ungleichung nicht. Man darf also nur Zahlen von einschließlich -4 bis 4 in den gegebenen Term einsetzen; nur dann wird der Radikand nicht negativ. Die Zahlen -4 und 4 dürfen gerade noch eingesetzt werden, weil sich dann die Wurzel aus Null ergibt und das ja definiert ist mit Der Radikand darf also gleich Null sein und deshalb können auch die Zahlen -4 und 4 noch eingesetzt werden. Die Grenzen sind deswegen in der Definitionsmenge eingeschlossen und es gilt: D=
![]() Oder in derIntervallschreibweise:
D=
![]() Da hier kein zweigeteilter Bereich vorliegt, gibt es keine weitere Schreibweise wie im Beispiel e). Schreibweisen wie ℝ∖ |
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Lösung: D=
![]() Oder in Intervallschreibweise:
D=
![]() Oder etwas eleganter:
D=ℝ∖ |
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Erklärung: Da die Wurzel hier im Nenner auftritt, muss beachtet werden, dass der Radikand auch nicht gleich Null werden darf. Die Wurzel aus Null ergibt bekanntlich Null; die Division durch Null ist aber nicht definiert. Daher gilt hier –wie im Beispiel c) – anstatt Radikand größer oder gleich Null, dass der Radikand größer als Null sein muss. Deshalb ergibt sich folgende (leider wieder quadratische) Ungleichung: Zur Vereinfachung lösen wir wieder zuerst die quadratische Gleichung: Da
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Durch zur Probe eingesetzte Zahlen aus den verschiedenfarbigen Bereichen, erkennt man schnell, dass nur Zahlen aus den beiden grünen Bereichen die Ungleichung
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Als Doppelungleichung geschrieben sieht das dann so aus: Oder in der Intervallschreibweise: Oder wir geben an, welche Zahlen nicht verwendet werden dürfen: D.h. es können alle Zahlen für x eingesetzt werden, außer die Zahlen von ![]() Anstatt |
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![]() (nur für Schüler, die die binomischen Formeln bereits gelernt haben)
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Lösung: D=G=ℝ
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Erklärung: Da die Wurzel nicht im Nenner steht, gilt nur die Bedingung, dass der Radikand größer oder gleich Null sein muss.
![]() Allerdings stellt sich nun ein neues Problem: Wie löst man eine Ungleichung, die neben einem
![]() ![]() ![]() ![]() Wegen der geraden Potenz kann die Klammer gar nicht negativ werden, egal was man für x einsetzt. Daher gilt: D=G=ℝ |
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i) (nur für Schüler, die die binomischen Formeln bereits gelernt haben)
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Lösung: D=ℝ∖ |
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Erklärung: Da die Wurzel bei dieser Aufgabe im Nenner steht, darf der Radikand nicht gleich Null und auch nicht negativ sein: Auch bei dieser Ungleichung hilft wieder nur die Umformung mit Hilfe einer binomischen Formel. Hier benötigen wir die erste binomische Formel:
![]() Wegen der geraden Potenz kann die Klammer nicht negativ werden, allerdings würde sich in der Klammer Null ergeben, wenn
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